202604.03
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BGH, Beschl. v. 2. Dez. 2025 – II ZR 134/24: “Bezugnahme auf Anlagen und Mehrheitsberechnung für Ausschliessung”

Leitsatz / Kernaussage Überspannte Substantiierungsanforderungen und das Übergehen einer konkretisierten, aus sich heraus verständlichen und eingereichten Anlagenbezugnahme verletzen Art. 103 Abs. 1 GG; zudem ist bei einer satzungsmäßigen Ausschließung „mit 75 % aller Stimmen der übrigen Gesellschafter“ der Stimmenanteil des betroffenen Gesellschafters bei der Mehrheitsberechnung nicht zu berücksichtigen (vgl. BGH, Beschl. v. 2. Dez. 2025…

202508.24
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BGH, Urteil vom 5. November 2024 – II ZR 85/23: “Zweipersonen-GmbH: Grenzen der Gesellschafterklage bei Stimmverbot”

In einer zweigliedrigen GmbH ist eine Gesellschafterklage grundsätzlich unzulässig, wenn die Gesellschaft wegen Stimmverbots des mitverklagten Geschäftsführers die Ansprüche ohne weiteres selbst geltend machen kann. 1. Sachverhalt Die Klägerin hielt 49 % der Anteile an der U. A. GmbH, die Beklagten waren deren Geschäftsführer. Mehrheitseignerin mit 51 % war die F. H. GmbH, vertreten ebenfalls…

202508.24
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BGH, Urteil vom 16. Juli 2024 – II ZR 71/23: “Gesellschafterbeschlüsse einer GmbH – Anfechtbarkeit bei satzungswidriger Kompetenzüberschreitung”

Ein Gesellschafterbeschluss einer GmbH, der gegen eine satzungsmäßige, nicht auf zwingendem Gesetz beruhende Kompetenzverteilung verstößt, ist lediglich anfechtbar, nicht aber nichtig. 1. Sachverhalt Die Beklagte ist eine GmbH, deren alleiniger Gesellschafter der Hannover 96 e. V. ist. Sie ist Komplementärin der Hannover 96 GmbH & Co. KGaA, deren Profifußballmannschaft am Spielbetrieb der 2. Bundesliga teilnimmt….